Geschwulst, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Geschwulst · Nominativ Plural: Geschwülste
Aussprache
WorttrennungGe-schwulst (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Geschwulst‹ als Erstglied: ↗Geschwulstbildung · ↗Geschwulsterkrankung · ↗Geschwulstklinik · ↗geschwulstartig · ↗geschwulstkrank
 ·  mit ›Geschwulst‹ als Letztglied: ↗Adergeschwulst · ↗Balggeschwulst · ↗Fasergeschwulst · ↗Fettgeschwulst · ↗Fleischgeschwulst · ↗Froschgeschwulst · ↗Geburtsgeschwulst · ↗Gehirngeschwulst · ↗Gehirnsandgeschwulst · ↗Knochengeschwulst · ↗Knorpelgeschwulst · ↗Kopfgeschwulst · ↗Krebsgeschwulst · ↗Mischgeschwulst · ↗Tochtergeschwulst · ↗Warzengeschwulst · ↗Zahnfleischgeschwulst
eWDG, 1967

Bedeutung

durch Wucherung der Zellen entstandene, krankhafte Zunahme des Gewebes, Tumor
Beispiele:
krebsartige, bösartige, gutartige Geschwülste
eine Geschwulst operativ entfernen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geschwulst f. ‘krankhafte Gewebewucherung, Tumor’, ahd. giswulst (um 900), mhd. geswulst ist Abstraktbildung zu dem unter ↗schwellen (s. d.) behandelten Verb. Es verdrängt im 16. Jh. gleichbed. ↗Schwulst (s. d.), das vom 18. Jh. an allein in seiner übertragenen Bedeutung als Stilbegriff für Überladenheit im Ausdruck erhalten bleibt.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Auswuchs · Geschwulst · ↗Gewebewucherung · ↗Raumforderung · ↗Tumor · ↗Wucherung · ↗Wulst  ●  ↗Exkreszenz  fachspr., lat. · ↗Neoplasie  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Hodentumor  ●  Seminom  fachspr.
  • Geschwulstbildungen der Haut  ●  ↗Melanom  fachspr.
  • vom Knochenmark ausgehende Geschwulst  ●  ↗Myelom  fachspr.
  • Katecholaminüberschuss  ●  Phäochromozytom  fachspr.
  • Erdheim-Tumor  ●  Kraniopharyngeom  fachspr.
  • Blutschwämmchen · Erdbeerfleck · ↗Hämangiom
  • Krebs · ↗Krebserkrankung · ↗Krebsleiden · bösartige Tumorerkrankung
  • Aderhautmelanom · malignes uveales Melanom
  • Teratom  ●  Wundergeschwulst  veraltet
  • Fleischgewächs · bösartiges Geschwulst  ●  ↗Sarkom  fachspr., griechisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdehnung Bauchspeicheldrüse Blase Blutgefäß Brustdrüse Darm Dickdarm Eierstock Entfernen Entfernung Gebärmutter Geschwür Krebs Leber Lunge Prostata Rückbildung Tumor auftretend aushungern befallen bösartig entfernen gutartig heranwachsen krankhaft weiterwachsen wuchern wuchernd zurückbilden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Geschwulst‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Theoretisch müßten die Mäuse also keine grammschweren Geschwülste mehr entwickeln.
Die Zeit, 12.09.1997, Nr. 38
Bei fünf weiteren Patienten schrumpften die Geschwülste, doch bei allen anderen begannen sie nach einiger Zeit erneut zu wuchern.
Süddeutsche Zeitung, 09.09.1997
Dagegen bilden sich bösartige Geschwülste, wenn die R. über sie geht, oft zurück.
o. A.: R. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 39216
Auch harte Geschwülste, die nicht entzündet sind, können ebenso behandelt und aufgelöst werden.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 272
Auch die bösartigen Geschwülste sind, namentlich im Anfang ihrer Entstehung, durchaus heilbar.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 114
Zitationshilfe
„Geschwulst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://m.dwds.de/wb/Geschwulst>, abgerufen am 12.11.2019.

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